Pflegegeld-Begutachtung: So bereiten Sie sich auf den Hausbesuch vor
Gut vorbereitet zu sein heißt nicht, etwas zu übertreiben. Es heißt, dass nichts Wichtiges vergessen wird. Der Hausbesuch ist oft kurz, und was dort sichtbar wird, ist die Grundlage für die Einstufung.
Wer kommt und was passiert
Eine Ärztin, ein Arzt oder eine diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegeperson kommt nach Ankündigung zu Ihnen nach Hause. Auf Wunsch muss eine Vertrauensperson dabei sein und angehört werden, zum Beispiel die Person, die am meisten pflegt. Nutzen Sie das.
Das sollten Sie bereitlegen
- aktuelle Befunde und Arztbriefe
- die aktuelle Medikamentenliste
- Unterlagen zu Hilfsmitteln
- Ihre Notizen zum Pflegealltag
Führen Sie ein paar Tage lang Buch
Notieren Sie ein bis zwei Wochen lang, wann welche Hilfe nötig war und wie lange sie gedauert hat. Ein solches Pflegetagebuch hilft, im Gespräch nichts zu vergessen. Vorlagen gibt es zum Beispiel bei der Arbeiterkammer.
Was oft übersehen wird
- Hilfe in der Nacht, etwa beim Toilettengang
- Erinnern, Anleiten und Beaufsichtigen, gerade bei Vergesslichkeit
- Medikamente herrichten und kontrollieren
- Begleitung zu Arztterminen, Therapien und Behörden
Zählt auch, was jemand zwar noch kann, aber nur mit Anleitung oder Aufsicht? Ja. Was jemand dagegen mit einfachen Hilfsmitteln selbst und zumutbar schafft, gilt nicht als Pflegebedarf.
Zeigen Sie einen gewöhnlichen Tag
Viele Menschen nehmen sich beim Besuch eines Fremden zusammen und wirken fitter als an einem normalen Tag. Ich erlebe das seit vielen Jahren in der Pflege. Beschönigen hilft genauso wenig wie Übertreiben. Schildern Sie ehrlich, was geht und was nicht, und beschreiben Sie auch einen schlechten Tag.
Die Entscheidung trifft der zuständige Versicherungsträger. Eine bestimmte Stufe kann Ihnen niemand zusagen.
Quellen
Sie möchten das nicht allein vorbereiten?
Zum Pflegegeld-Wegweiser