Pflegegeld 2026: Stufen, Stunden und Beträge im Überblick
Das Pflegegeld richtet sich nicht nach der Diagnose, sondern danach, wie viele Stunden Betreuung und Hilfe im Monat tatsächlich nötig sind. Es gibt sieben Stufen, von 206,20 Euro bis 2.214,80 Euro im Monat.
Die Stufen und Beträge 2026
| Stufe | Pflegebedarf pro Monat | Betrag pro Monat |
|---|---|---|
| 1 | mehr als 65 Stunden | 206,20 € |
| 2 | mehr als 95 Stunden | 380,30 € |
| 3 | mehr als 120 Stunden | 592,60 € |
| 4 | mehr als 160 Stunden | 888,50 € |
| 5 | mehr als 180 Stunden und außergewöhnlicher Pflegeaufwand | 1.206,90 € |
| 6 | mehr als 180 Stunden und zeitlich nicht planbare Betreuung bei Tag und Nacht oder dauernde Anwesenheit | 1.685,40 € |
| 7 | mehr als 180 Stunden und keine zielgerichteten Bewegungen der Arme und Beine möglich | 2.214,80 € |
Das Pflegegeld wird zwölfmal im Jahr ausbezahlt und ist steuerfrei. Die Beträge werden jedes Jahr zum 1. Jänner angepasst.
Wer Pflegegeld bekommt
Der Pflegebedarf muss ständig bestehen und voraussichtlich mindestens sechs Monate dauern. Außerdem braucht es einen gewöhnlichen Aufenthalt in Österreich, unter bestimmten Bedingungen auch in einem EWR-Staat oder der Schweiz. Alter und Ursache spielen keine Rolle.
Bei schwerer geistiger oder psychischer Beeinträchtigung, insbesondere bei Demenz, werden ab dem 15. Geburtstag pauschal 45 Stunden pro Monat dazugerechnet.
Wo Sie den Antrag stellen
- Mit Pension oder Rente: bei dem Versicherungsträger, der die Leistung auszahlt, zum Beispiel PVA, BVAEB oder SVS.
- Berufstätige und mitversicherte Angehörige: bei der Pensionsversicherungsanstalt.
Nach dem Antrag kommt in der Regel ein Hausbesuch. Dabei schaut eine Ärztin, ein Arzt oder eine diplomierte Pflegeperson, wie viel Hilfe im Alltag nötig ist. Wie Sie sich darauf vorbereiten, lesen Sie in So bereiten Sie sich auf den Hausbesuch vor.
Quellen
Sie möchten das nicht allein vorbereiten?
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